AfD gewinnt Wahlen in Meck-Pom – Fremdes als Lethalfaktor für das Privileg

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Die Wahl in Meck-Pom und die Auslegung des Ergebnisses zeigen wieder einmal wie sehr sich die Eliten in ihren eigenen Argumentationszirkeln bewegen. Wieder und wieder wird erklärt, dass die AfD aus Protest gewählt wurde. Es wird aber nicht darauf eingegangen worin dieser Protest besteht. Darauf aber kommt es gerade an. Wogegen protestieren die AfD Wähler? Gegen die Politik der etablierten Parteien. Richtig. Aber sie protestieren nicht gegen ihr Bestehen, sonder gegen die aus ihrer sich als Überheblich gebrandmarkte Politik. Überheblich im Sinne eines AfD Wählers ist jede Politik, die nicht ein Fortbestehen der Privilegierung des AfD Wählers sicherstellt. Es ist das Einfordern eines rassistischen Weltbildes, in dem andere, wenn überhaupt, nur dann besser gestellt werden dürfen, wenn man selbst uneinholbar gutgestellt ist. Dieser Typus Bürger hat früher andere Parteien gewählt, weil diese in der individuellen Lebenslage die Privilegierung sicherzustellen versprachen oder Signale aussendeten, die eine solche Sicherstellung glauben machten. Der Glaubwürdigkeitsverlust der etablierten bezieht sich genau auf diese Privilegierungsversprechen.
Erst die AfD hat es verstanden Veränderung als abstraktes Phänomen und als Lethalfaktor für die Privilegierung hinreichend zu konkretisieren oder zumindest zu benennen und damit ihre Wähler angezogen. Sie gibt der uneingeschränkten Eigennützigkeit einen Vorwand. Sie verschiebt eigenen Probleme und die ihrer Wähler auf benannte aber unbekannte Gruppen, die selbst ohne Stimme sind und sich nicht vertreten können. Und sie kann sich im politischen Spiel sicher sein, dass diejenigen die sich im Namen der Stimmlosen Einsetzen ebenso eigennützig agieren. Damit aber entlarven sie viel mehr, als sie selbst entlarvt werden.

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